Allgemeine Informationen & Vorsorge Herz

Hier finden Sie allgemeine Informationen zu Themen, die häufig in unserem Praxisalltag vorkommen, und Informationen zur Herz-Vorsorge.

Herz Vorsorge & gesunde Ernährung

Ernährungsgewohnheiten haben unter anderem großen Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Je nach Konstitution, Begleiterkrankungen, körperlicher Aktivität und individuellen Zielen können Empfehlungen zu gesundem Ernährungs- und Essverhalten variieren. Einige grundlegende Empfehlungen gelten nicht nur allgemein als gesunde Ernährung, sondern dienen auch zur Herz Vorsorge:

  • Essen Sie möglichst unverarbeitete Lebensmittel und bereiten Sie sich das Essen möglichst frisch.
  • mehr (am besten mehrfach) ungesättigte Fettsäuren, weniger gesättigte Fettsäuren
  • Trans-Fettsäuren soweit wie möglich vermeiden
  • salzarme Ernährung (<5 g / Tag)
  • ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen (30-45 g / Tag)
  • 3-4 Portionen Gemüse und 1-2 Portionen Obst pro Tag
  • 1-2 x wöchentlich Fisch, möglichst fettreich
  • Reduktion von Fleisch, insbesondere rotem Fleisch
  • Alkoholrestriktion auf < 100 g pro Woche
  • Vermeidung von raffiniertem Zucker und Zuckerersatzstoffen soweit möglich

Herz Vorsorge & Sport / Körperliche Aktivität

Es ist erwiesen, dass Gesundheit durch regelmäßige körperliche Aktivität länger erhalten werden kann und insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen dadurch verhindert werden können. Regelmäßige körperliche Aktivität führt zudem langfristig zu größerem Wohlbefinden und verbessert die Leistungsfähigkeit.

Wir beraten Sie gerne, in welcher Art und in welchem Umfang diese körperliche Anstrengung zur Herz Vorsorge erfolgen sollte und wie sie diese in Ihren individuellen Alltag integrieren können.

Kardiovaskuläres Risikoprofil

Das kardiovaskuläre Risiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, in einem zukünftigen Zeitraum (z.B. innerhalb der nächsten fünf Jahre) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Die Ursache dieser schweren Erkrankungen ist in den allermeisten Fällen eine Atherosklerose, also die Verkalkung von Arterien (Schlagadern).

Das individuelle kardiovaskuläre Risikoprofil umfasst all jene Faktoren, die Atherosklerose begünstigen und das kardiovaskuläre Risiko einer Person erhöhen. Die wichtigsten dieser Faktoren sind:

  • Alter: mit zunehmendem Alter steigt das kardiovaskuläre Risiko.
  • Geschlecht: Männer haben ein höheres Risiko gegenüber Frauen.
  • Genetische Faktoren: Ein wesentlicher Teil unseres kardiovaskulären Risikos ist angeboren und liegt in unseren Genen. Das zeigt sich in gehäuftem Vorkommen von Herzinfarkten und/oder Schlaganfällen in manchen Familien.
  • Arterielle Hypertonie (=Bluthochdruck): Von Bluthochdruck spricht man bei über 140/90 mmHg. Lebensstiländerungen können den Blutdruck senken. Im Einzelfall ist jedoch eine medikamentöse Therapie nötig, um Langzeitfolgen eines Bluthochdrucks zu verhindern.
  • Dyslipidämie (=Fettstoffwechselstörung): Am Beginn der Atherosklerose stehen kleine Fetteinlagerungen in den Wänden der Arterien, welche zu lokaler Entzündungsreaktion und letztlich zur Verkalkung führen. Eine Dyslipidämie kann wie der Bluthochdruck durch Lebensstiländerungen verbessert werden, muss häufig aber auch medikamentös behandelt werden um Spätschäden zu vermeiden.
  • Diabetes mellitus: Je nach Ausprägung können Lebensstiländerungen alleine zur Behandlung ausreichend sein. Unter Umständen ist aber auch eine medikamentöse Therapie notwendig um die Blutzuckerwerte dauerhaft zu senken und langfristig Schäden an Organen zu vermeiden.
  • Nikotin: Rauchen führt zu chronischen Entzündungsprozessen in den Arterien und begünstigt so die Entstehung von Atherosklerose.

Glossar

Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane

Schlagader

Bluthochdruck

Verkalkungen der Arterien

Herzvorkammer

Überleitungsstelle zwischen Herzvor- und -hauptkammern

Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern

meist Hypercholesterinämie; zu hohes Cholesterin, Fettstoffwechselstörung

Ultraschalluntersuchung des Herzens

Elektrokardiographie (Herzstromkurve)

Die EPU (Elektrophysiologische Untersuchung) dient der genaueren Untersuchung von Herzrhythmusstörungen mittels Herzkatheter.

Belastungs-EKG

Undichtigkeit

Durchblutungsstörung

Darstellung der Herzkrankzgefäße durch Injektion von Kontrastmittel via Herzkatheter

Magnetresonsanztomographie

anfallsartig

dauerhaft

fortschreitend

Phasen des Herzzyklus

Untersuchung zur Detektion einer Durchblutungsstörung des Herzens

Herzhauptkammer

Wahlarzt-Informationen

Was ist ein Wahlarzt?

Die Bezeichnung „Wahlarzt“ leitet sich vom Grundrecht der freien Arzt-Wahl ab. Als PatientIn suchen Sie den Wahlarzt unbürokratisch selbst aus. Eine Zuweisung durch einen anderen Arzt ist nicht notwendig. Wahlärzte haben kein direktes Vertragsverhältnis mit der Krankenkasse der betreffenden Patientin/des betreffenden Patienten.

Infos Ärztekammer für Tirol

Was kostet ein Wahlarzt?

Die Leistungen eines Wahlarztes können oft nicht zu Kassentarifen angeboten werden. Vor einer Behandlung in unserer Praxis wird Ihnen auf Wunsch gerne ein Kostenvoranschlag überreicht.

Die Kosten

Als Wahlärzte aller Kassen orientieren wir uns an der Honorarordnung der jeweiligen Krankenkasse, bei der Sie versichert sind. Sie erhalten daher je nach Kasse einen Teil unserer Honorarnote refundiert

Wo bekommen Sie Kostenersatz und wieviel?

Ihnen steht grundsätzlich eine Kostenrückerstattung durch die gesetzliche Krankenkasse zu.

  • Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Kassentarif für ärztliche Leistungen (abzüglich Selbstbehalt).
  • Darüber hinaus refundieren Privatversicherungen den Differenzbetrag zwischen Kassentarif und Privathonorartarif je nach Vertrag teilweise oder komplett.

Wie wird verrechnet?

Nach Abschluss der Behandlung erhalten Sie eine detaillierte Honorarnote über unsere erbrachten Leistungen. Gemeinsam mit dem Einzahlungsbeleg können Sie diese Honorarnote bei der Krankenkasse einreichen und bekommen den Kostenersatz auf Ihrem Bankkonto gutgeschrieben.